Körperlich und geistig fit durch ausreichend Bewegung

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Körperlich und geistig fit durch ausreichend Bewegung

Neu, wirkungsvoll und lebensnah: Das AlltagsTrainingsProgramm (ATP) will ältere Menschen ab 60 Jahren zu mehr Bewegung anregen. Das ATP wurde im Rahmen des Programms „Älter werden in Balance“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf der Grundlage aktueller sportwissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt und soll ab 2017 bundesweit in das Angebot von Sportvereinen aufgenommen werden. Kooperationspartner sind der Deutsche Olympische Sportbund e.V. (DOSB), der Deutsche Turner-Bund e.V. (DTB), der Landessportbund Nordrhein-Westfalen e.V. (LSB NRW) und die Deutsche Sporthochschule Köln (DSHS). Gefördert wird es durch den Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV). Das ATP wurde heute, im Vorfeld des Tages der älteren Menschen, der jedes Jahr am 01. Oktober stattfindet, vorgestellt.

Einfach im Alltag

„Es ist kein Geheimnis: Wer sich auch im Alter ausreichend bewegt, bleibt länger selbstständig und geistig fit. Ein körperlich aktiver Lebensstil kann zudem helfen, Erkrankungen vorzubeugen oder bereits bestehende Krankheiten günstig zu beeinflussen. Genau hier setzt das neue AlltagsTrainingsProgramm an. Es soll gezielt ältere Menschen ansprechen, die bisher sportlich nicht oder wenig aktiv sind. Wichtig ist dabei, dass die Bewegungsübungen leicht im Alltag umzusetzen sind und auch Freude machen. Gerade die Gesundheitsförderung für ältere Menschen ist ein wichtiger Bestandteil unserer Präventionspolitik. Mit unserem Präventionsgesetz wollen wir auch die Lebensbereiche der Älteren erreichen, etwa in Kommunen, Betrieben, Pflegeheimen oder Einrichtungen der Altenhilfe.“, so Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe.

Innovativer Ansatz

“ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des AlltagsTrainingsProgramms lernen, wie sie ihr Zuhause und ihre Umgebung zur Bewegungsförderung nutzen können – sei es durch Arm-Übungen mit Einkaufstaschen und anderen Alltagsgegenständen oder durch Muskel- und Gelenktraining beim Hausputz, beim Warten an der Bushaltestelle oder beim Stopp an der Parkbank. Es gibt kein vergleichbares Programm zur Bewegungsförderung, das einen derart innovativen Ansatz verfolgt“, sagt Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA.

Weiterempfohlen

Wie wichtig Bewegung ist, belegen zahlreiche Studien: Das Risiko, an koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck, Schlaganfall oder Diabetes Typ 2 zu erkranken, kann durch körperliche Aktivität deutlich reduziert werden. Bewegung kann Depressionen entgegenwirken und demenziellen Erkrankungen vorbeugen. Auch bereits erkrankten Menschen kann körperliche Aktivität helfen, ihren Gesundheitszustand und damit ihr Wohlbefinden zu verbessern.
Das AlltagsTrainingsProgramm der BZgA wurde auf der Grundlage aktueller sportwissenschaftlicher Erkenntnisse entwickelt und durch das Zentrum für Gesundheit durch Sport und Bewegung der Deutschen Sporthochschule Köln unter Leitung von Prof. Ingo Froböse evaluiert: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren zwischen 55 und 86 Jahre alt. Mehr als 80 Prozent gaben an, bislang nicht sportlich aktiv gewesen zu sein – genau die Zielgruppe des Programms. Eine hohe Teilnahmequote (75 Prozent) und eine sehr gute Gesamtbewertung des AlltagsTrainingsProgramms sprechen für sich. Alle Befragten würden das AlltagsTrainingsProgramm weiterempfehlen.“
Ab 2017 ist geplant, das ATP bundesweit in das Angebotsspektrum interessierter Sportvereine zu implementieren.

Red.: LLL/SR/Bundesgesundheitsministerium
Foto: pixabay

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