Kuba: Die größte Karibikinsel ist immer eine Reise wert

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Kuba: Die größte Karibikinsel ist immer eine Reise wert

Lange Zeit standen potentielle Touristen einem Urlaub auf Kuba sehr skeptisch gegenüber – zu unsicher war die politische Lage unter der Führung der Castro-Brüder, zu groß die Angst vor extremer Armut und Kriminalität. Seit einigen Jahren erlebt das Land allerdings einen touristischen Aufschwung, der seinesgleichen sucht; Reiseanbieter sprechen gar von einem „Tourismus-Boom“. Wer sich einmal näher mit Kuba als Urlaubsland befasst, wird auch schnell feststellen, warum das so ist.

Vamos a la Playa!
Wer die karibische Ruhe sucht, der kann sie an einem der zahlreichen Strände Kubas finden. Mit einem Cocktail in der Hand kann man es sich vor kristallklarem Wasser und feinem weißen Sand auf einer Liege bequem machen – eine Aussicht wie aus dem Bilderbuch. Um Touristenmassen zu entgehen, bietet sich beispielsweise der Strand Cayo Levisa als Geheimtipp an – hierher „verirren“ sich Urlauber eher selten und der Strand bietet die perfekte karibische Fotokulisse.
In der Nähe der Hauptstadt Havanna liegt der Traumstrand Playa del Este. Hier kommen auch die sportlicheren Besucher auf ihre Kosten – es werden unter anderem Aktivitäten wie Tauchen, Schnorcheln und Katamaranfahren angeboten.
Für Tierliebhaber lohnt sich ein Ausflug auf die Insel Cayo Largo Del Sur, die ebenfalls zum kubanischen Canarreos-Archipel gehört, besonders. Im Sommer können hier seltene Meeresschildkröten bei der Eiablage beobachtet werden. Aber bitte nicht stören!

Ein Trip in die Hauptstadt

Kaum ein Urlauber verlässt Kuba, ohne einige Zeit in der Hauptstadt Havanna verbracht zu haben. Mit über 2 Millionen Einwohnern ist sie die größte Stadt der Karibik und wurde im frühen 16. Jahrhundert von spanischen Siedlern gegründet. Besonders sehenswert ist die Habana Vieja, die Altstadt Havannas. Seit 1982 gehört sie zum UNESCO Weltkulturerbe und beherbergt mehr als 900 historisch wichtige Bauwerke, die unter anderem im barocken, neoklassischen und Art Déco-Stil erbaut wurden. Des Weiteren befinden sich hier die vier wichtigsten Plätze der Insel: Plaza de San Francicso, Plaza Vieja, Plaza de Armas und Plaza de la Catedral. Im Laufe der Geschichte wurden hier Märke und Militärparaden abgehalten, und der Handel der Spanier mit den Amerikanern fand hier seinen Anfang. Noch heute finden auf den Plätzen, die alle miteinander verbunden sind, verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt.
Das klassische Postkartenmotiv Havannas ist der ehemalige Gouverneurspalast „Palacio de los Capitanes Generales“, der ebenfalls in der Altstadt steht. Ebenso beeindruckend ist das Castillo de la Real Fuerza, die als älteste von Europäern erbaute Festung in ganz Amerika gilt. Kirchenliebhaber sollten sich die Catedral de San Cristóbal de la Habana nicht entgehen lassen – bis Ende des 19. Jahrhunderts war sie die letzte Ruhestätte von Amerikas Entdecker Christoph Columbus.

Kultur in Kuba

Auch wenn sie selten sind: Regentage kann man in Kuba wunderbar nutzen, um den zahlreichen Museen einen Besuch abzustatten. In Havanna beispielsweise ist die Auswahl groß, wobei drei Museen besonders hervorzuheben sind. Die schön restaurierte Villa eines ehemaligen Zuckerplantageneigentümers ist schon von außen eine Augenweide. Im vierstöckigen Inneren rund 7000 Objekte von und rund um Napoleon ausgestellt, zum Beispiel Bilder, Möbel und Waffen. Von der Dachterrasse aus hat man einen einmaligen Blick auf die Stadt.
Im Museo de la Revolucion dreht sich alles um die Geschichte Kubas und, wie der Name schon sagt, um die Revolution des Landes. Auf dem Außengelände gibt es Raketen, Panzer und weiteres Kriegswerkzeug zu besichtigen, die Gebäude sind mit Bildern, Karten etc. bestückt.
Für Naschkatzen dürfte das kleine, aber feine Museo del Chocolate genau das Richtige sein. Die schokoladigen Köstlichkeiten können für kleines Geld probiert werden, und so ist das Museum mit Café nicht nur ein Augenschmaus, sondern bietet sich auch perfekt für eine kleine Auszeit während des Stadtbummels an.

Beeindruckende Tier- und Pflanzenwelt

Wer Kuba mit Pflanzen in Verbindung bringt, hat in der Regel zuerst zwei Dinge im Kopf: Tabak und Zuckerrohr. Und in der Tat sind diese beiden die wichtigsten Nutzpflanzen der Insel und prägen das Landschaftsbild wie kaum eine andere Pflanze, von Palmen einmal abgesehen. Auch zahlreiche Orchideenarten, der seltene Gurkenbaum und der farbenfrohe Weihnachtsstern sind in Kuba beheimatet. Fast die Hälfte der Pflanzenarten der Insel sind endemisch, das heißt, nur in Kuba zu finden, was sie für Touristen zu etwas ganz Besonderem macht.
Auch in der Tierwelt hat Kuba einige Besonderheiten zu bieten. So lebt hier der kleineste Vogelart der Welt, ein Kolibri, der auch Kuba-Elfe oder Bienenelfe genannt wird. Sehr selten können Urlauber einen Blick auf das Kubakrokodil werfen, eine besonders alte Krokodilart, die ebenfalls nur auf der Karibikinsel zu finden ist. Im Meer tummeln sich Manatis, Delfine, Barracudas und Kraken, die natürlich besonders beim Schnorcheln oder Tauchen bewundert werden können.
In den bergigen Regionen Kubas sind Insekten und Spinnentiere wie schwarze Witwen und Skorpione anzutreffen, deren Bisse zwar selten gefährlich (mit Ausnahme von Allergikern), aber äußerst schmerzhaft sein können. Deshalb auf lange Hosen und gutes Schuhwerk achten! Ungefährlich, aber wunderschön anzusehen sind dagegen die Glasflügler, eine einheimische Schmetterlingsart mit durchsichtigen Flügeln, sowie die bunte und teilweise sehr große Schnirkelschnecke.

Urlaubsvorbereitungen

Um nach Kuba einreisen zu können, benötigen Touristen einen noch mindestens sechs Monate gültigen Reisepass sowie eine sogenannte Touristenkarte. Diese gibt es in der Regel beim Reiseanbieter, sie kann aber auch im Reisebüro oder bei der kubanischen Botschaft beantragt werden. Da die Touristenkarte auch bei der Ausreise vorgelegt werden muss, sollte sie während des Aufenthalts sicher aufbewahrt werden. Zudem muss eine gültige Auslandskrankenversicherung vorgewiesen werden – Achtung, das Dokument muss auf Spanisch verfasst sein, sonst kann schlimmstenfalls die Einreise verweigert werden!
Die Zahlung in Kuba gestaltet sich teilweise etwas kompliziert. Es gibt zwei Währung auf der Insel: Einheimische zahlen mit dem Peso Cubano (CUP), für Touristen gibt es den Peso convertible (CUC). Wer Bargeld mitbringt und dieses in Kuba direkt wechseln will, sollte ausschließlich auf offizielle Wechselstuben, die es häufig auch im Hotel gibt, oder Banken zurückgreifen. Wer auf seine Kreditkarte zurückgreift, steht manchmal vor großen Problemen: Viele Karten amerikanischer Unternehmen werden generell nicht akzeptiert, auch MasterCards werden von Automaten oftmals nicht angenommen. An Bankschaltern kann mit ihnen in fast allen Fällen Geld ausgezahlt werden. Von in Deutschland gängigen Kreditkarten haben Urlauber mit einer Visa-Card die größten Chancen, überall an ihr Geld zu kommen.
Wer auf Nummer sicher gehen will, schaut sich am besten noch einmal die Homepage des Auswärtigen Amtes genauer an – hier finden zukünftige Kuba-Urlauber alle wichtigen Informationen zur Einreise und rund um den Urlaub in Kuba.

Red.: LLL/SR
Foto © lazyllama/fotolia.com

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